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I padri si saltano
16.04.2026, 18:30–20:00
mit Stefano Zangrando
Italienisch
Wie viel tragen wir in uns von denen, die vor uns waren?
Diego Verun führt ein ruhiges Leben mit seiner Frau und seiner Tochter in einer Kleinstadt im Trentino. Eines Tages wird er über die sozialen Medien von einem gewissen Magra Sorte kontaktiert: Das ist der Künstlername von Eritreo Scheinwindl, einem ehemaligen DJ und Musiker, den Diego Jahre zuvor in Berlin getroffen hatte und der heute auf einem Segelboot im Hafen von Cagliari lebt. Scheinwindl bittet Verun, für ihn eine Autobiografie zu schreiben, die er irgendjemandem hinterlassen möchte, denn sein Körper, sagt er, sei dabei, sich „aufzulösen“.
Diego nimmt an, doch die Arbeit, die in Online-Sitzungen stattfinden soll, erweist sich als schwieriger als erwartet. Bald wird sie zu einer Obsession, begleitet von verstörenden Episoden und zweideutigen Hinweisen auf eine Abrechnung mit den Schattenzonen beider Männer.
So entsteht ein literarischer Thriller mit doppelter Erzählebene, der sich nach und nach als eine Auseinandersetzung mit der Geschichte entpuppt – oder mit jenem gewaltigen kollektiven Getriebe, in dem wir uns nicht einmal dann zu Hause fühlen, wenn wir an seinen Rändern stehen.
Diego nimmt an, doch die Arbeit, die in Online-Sitzungen stattfinden soll, erweist sich als schwieriger als erwartet. Bald wird sie zu einer Obsession, begleitet von verstörenden Episoden und zweideutigen Hinweisen auf eine Abrechnung mit den Schattenzonen beider Männer.
So entsteht ein literarischer Thriller mit doppelter Erzählebene, der sich nach und nach als eine Auseinandersetzung mit der Geschichte entpuppt – oder mit jenem gewaltigen kollektiven Getriebe, in dem wir uns nicht einmal dann zu Hause fühlen, wenn wir an seinen Rändern stehen.
Stefano Zangrando wurde 1973 in Bozen geboren und hat in Trient und Berlin studiert und gelebt. Er vermittelt Literatur durch Übersetzungen, Rezensionen, Essays und territoriale Projekte. Mit dem Roman Fratello minore. Sorte, amori e pagine di Peter B. (Arkadia, 2018), der auch in deutscher Übersetzung erschienen ist, war er Finalist beim Literaturpreis der Europäischen Union. Er lebt und arbeitet zwischen Rovereto und Südtirol.
Moderation von Giovanni Accardo, Dozent und Schriftsteller.
Veranstaltungssaal, Stock III
Bild: Arkadia Editore
In Zusammenarbeit mit Verein Heimat BBP
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